Trennwände aus Porenbeton

Porenbeton ist leicht – leicht an Gewicht und leicht zu verarbeiten. So kann er zum Beispiel einfach mit einer Handsäge zerteilt werden. Als Baustoff für Heimwerker ist er daher bestens geeignet. Und wagt sich ein solcher eher selten an das Mauern eines kompletten Hauses heran, so bereitet ihm das Einziehen einer Trennwand aus Porenbeton kaum Probleme.

Steinformate

Porenbeton gibt es in allen gängigen Steinformaten, sodass die Wandstärke alleine von den persönlichen Bedürfnissen abhängt. Soll der Schallschutz verbessert werden, fällt die Wahl auf einen größeren Stein, ansonsten sind auch die kleinen Steinformate für eine Trennwand gut geeignet. Die Verarbeitung der Steine ist sowieso nicht von deren Format abhängig, sodass dem Selbermacher alle Möglichkeiten offen stehen.

Mauern von Trennwänden aus Porenbeton

Vorbereiten

Bevor es ans Mauern geht, sind in der Regel (sofern es sich nicht um einen Neubau handelt) zunächst einmal einige Vorarbeiten notwendig:

  • Da die Mauer direkt auf den Estrich gestellt werden sollte, sind zunächst einmal alte Bodenbeläge wie Teppichböden oder Parkett zu entfernen
  • Eventuelle Kleberreste müssen ebenfalls beseitigt werden und der Boden ist mit einer Drahtbürste zu säubern. Um dabei den Schmutz nicht im ganzen Raum zu verteilen, können die umgebenden Randbereiche zuvor mit Papierbahnen abgedeckt werden
  • Nach dem Säubern bekommt der Estrich im Bereich der geplanten Trennwand einen Anstrich mit einer Grundierung bzw. Haftbrücke. So wird die Verbundfähigkeit verbessert

Mörtelbett und Dünnbettmörtel anlegen

Noch bevor die Grundierung vollends getrocknet ist, wird das Mörtelbett für die erste Steinreihe aufgetragen. Solch ein dickes Mörtelbett ist notwendig, um Unebenheiten auszugleichen und die Mauer genau lotrecht und fluchtgerecht ausrichten zu können. Dies ist später nur noch schwer möglich, weil ab der zweiten Steinreihe ein Dünnbettmörtel verwendet wird.

Zunächst einmal muss aber die erste Steinreihe verlegt werden. Beim ersten Stein wird zusätzlich auf der Kopfseite noch ein zuvor angerührter Porenbetonkleber (Dünnbettmörtel) aufgetragen. Diese Kleberschicht stellt die Verbindung zur alten Wand her. Von unten ist der Stein mit Wasser vorzunässen. Das funktioniert am besten mit einem Quast.

Der erste Stein wird jetzt ins vorbereitete Mörtelbett gelegt und fest an der alten Wand angedrückt. Mit einer Wasserwaage kann überprüft werden, ob er vollkommen gerade ist. Nötige Korrekturen werden mit einem Gummihammer vorgenommen.

Stein für Stein: Maueranker und Sturz verwenden

So geht es Stein für Stein, bis die erste Reihe vollständig ist. Natürlich ist dabei eine eventuelle Türöffnung zu berücksichtigen. Die Türöffnung wird mit einem Sturz überbrückt, der rechts und links etwa 25 cm ins Mauerwerk einbinden muss. Solche Stürze aus Porenbeton gibt es in unterschiedlichen Breiten und Längen bereits fertig im Handel zu kaufen. Damit der Sturz in der richtigen Höhe zu liegen kommt, müssen die Porenbetonsteine, die das Auflager bilden, passend zugeschnitten werden.

Ein späterer Fußbodenaufbau ist bei der Berechnung der Türhöhe mit zu berücksichtigen.

Ab der zweiten Steinreihe sind in jede zweite Reihe Maueranker einzulegen. Mit diesen werden altes Mauerwerk und neue Innenwand miteinander verbunden und somit u.a. spätere Putzrisse verhindert. Der Maueranker wird also über der ersten Steinreihe an der Wand befestigt. Dann wird die zweite Steinreihe im Verband gemauert. Wenn unten mit einem ganzen Stein begonnen wurde, wird in der Reihe darüber ein halber Stein in den Porenbetonkleber gesetzt, der zuvor mit der Zahnkelle auf die unteren Steine aufgetragen wurde. Nachdem die zweite Steinreihe gesetzt ist, wird der Maueranker umgebogen und fest in das Kleberbett gedrückt. Mit der nächsten Steinreihe wird er dann vollständig in die Trennwand eingebunden.

Und immer wieder ist mit der Wasserwaage zu überprüfen, ob alles im Lot ist. Denn bei der ersten Reihe gemachte Fehler ziehen sich durch bis zur obersten Steinreihe. 

Finish

Abschließend wird die letzte Steinreihe verlegt. Wahrscheinlich müssen die Steine hier einmal komplett der Länge nach durchgesägt werden, um die erforderliche Höhe zur Decke zu erhalten.

Abgeschlossen werden die Maurerarbeiten durch das Schließen der Anschlussfuge zur Decke mit Mörtel. Nun kann die Wand verputzt und die Wand tapeziert oder verfliest werden.